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Achtung – Laubsauger kann durch Saughäcksler Kleintiere töten

Dolmar LaubsaugerFür viele Garten- und Grundstücksbesitzer gelten Laubsauger vor allem als praktische Ordnungshelfer, die sich einfach einsetzen lassen und darüber hinaus für saubere Gärten, Vorgärten und Zufahrten sorgen. Doch Lauchsauger stehen auch regelmäßig in der Kritik. Insbesondere Umweltverbände und Naturschützer raten von dem Gebrauch der Gartengeräte ab. Doch warum eigentlich? Welche Bedenken haben Naturschützer und treffen diese wirklich auf alle Geräte zu? Wir versuchen Licht ins Dunkel zu bringen und fassen die wichtigsten Aspekte dieser Diskussion für Sie zusammen.

Was macht den Laubsauger gefährlich?

Achtung - Laubsauger kann durch Saughäcksler Kleintiere tötenIm Grunde ist der Laubsauger gerade bei großen Grundstücken ein Must-have, denn er sorgt für eine deutliche Arbeitserleichterung und mindert dabei sowohl den Zeit- als auch den Arbeitsaufwand. Der Laubsauger saugt das Laub auf der Wiese auf und sammelt es in einem Behälter. Diesen müssen Sie zwar regelmäßig entleeren, doch die Aufnahme des Laubs und die Entfernung aus dem Garten gehen wesentlich schneller als mit einem Laubrechen. Doch neben dem einfachen Laubsauger, gibt es auch Geräte, die mit einem sogenannten Saughäcksler versehen sind.

Der Saughäcksler soll vor allem dafür sorgen, dass Sie mehr Laub mit einem Arbeitsgang aufnehmen können. Er zerkleinert das Laub. Komprimiert passt damit vielmehr Laub in den Behälter als bei Geräten ohne den Häcksler. Doch der Häcksler erkennt keineswegs, was er zerkleinert und genau das entspricht einem der häufigsten Kritikpunkte von Naturfreunden und Umweltschützern. Neben dem Laub kann der Häcksler nämlich auch Kleintiere, allen voran Insekten, töten. Laub ist ein wichtiger, von dem Menschen leider noch immer unterschätzter Lebensraum, in dem sich allerhand Kleintiere und Insekten finden.

Lebensraum Laub: Diese Tiere leben im Herbstlaub

Haben Sie gewusst, dass im Durchschnitt ein Baum insgesamt 30.000 Blätter trägt und diese während der Herbstwochen langsam, aber sicher verliert? Das Laub legt sich wie ein Teppich über den Rasen und bildet einen wichtigen Lebensraum. Viele Tiere finden in dem Laub Schutz vor Kälte und Nässe. Zugleich sammeln sich im Laub allerhand Insekten, die wiederum für andere Tiere Nahrung sind.

Die folgende Tabelle fasst für Sie im Laub lebende Tiere zusammen und stellt sie mit ihren Besonderheiten vor:

Tier Hinweise
Marienkäfer Im Herbst machen sich die Marienkäfer auf die Suche nach Ihrem Winterquartier. Entgegen der Vermutung vieler Gartenbesitzer überwintern die niedlichen Tierchen aber keineswegs im Gebäude, sondern bevorzugt im Laub.
Igel Für den Igel ist ein Laubhaufen unverzichtbar, denn hier findet er vor allem Nahrung. Igel müssen sich im Herbst den Winterspeck anfuttern, weshalb jedes Gramm Futter wichtig ist. Es gibt sogar Igel, die in einem Laubhaufen überwintern.
Laubfrosch und Erdkröte Beide Tiere haben eine Vorliebe für Laubhaufen. Der Laubfrosch überwintert im Laub, die Erdkröte gräbt sich zwar in die Erde, entscheidet sich aber auch dann bevorzugt für Stellen, die mit Laub bedeckt sind. Die Erdkröte steht übrigens unter Naturschutz.
Singvögel Viele Vögel wie Rotkehlchen, Zaunkönig und auch die Amsel bleiben im Winter in den Gärten. Für sie sind die Laubhaufen insbesondere eine Speisekammer, denn hier finden Sie auch nach dem ersten Frost noch allerhand artgerechtes Futter.

Neben den vorgestellten Tieren gehören auch Maus und Schmetterling zu den Bewohnern und Nutzern der Laubhaufen. Schmetterlinge legen hier ihre Eier ab, aus denen sich im Laufe der Zeit die Larven entwickeln. Im nächsten Frühling kommen Sie dann als traumhafte Schmetterlinge zum Vorschein. Die Maus nutzt den Laubhaufen als Winterquartier und zugleich als Speisekammer. Sie findet darin in Form von Insekten allerhand Nahrung.

Kleintiere und Insekten werden vom Laubsauger überrascht

Der Einsatz des Laubsaugers im Garten ist für die meisten Kleintiere und Insekten tödlich, denn sie werden von den Geräten überrascht. Wird der Laubsauger auf den Laubhaufen gehalten, haben die Tiere keine Chance mehr zu fliehen und fallen diesen zum Opfer. Eine Überlebenschance haben die Tiere leider nicht. Dabei muss der Laubsauger die Tiere nicht immer direkt töten.

Tipp! Entfernen Sie alle Laubhaufen aus Ihrem Garten, beseitigen Sie auch Winterquartiere und Speisekammern der Tiere. Da diese für sich keinen geeigneten Lebensraum mehr finden, werden sie sich über kurz oder lang aus Ihrem Garten zurückziehen.

Doch nicht nur für die Kleintiere, sondern auch für Ihren Garten ist die Wirkung des Laubsaugers auf die Tiere fatal. Bedenken Sie immer: All diese Tiere übernehmen im Garten eine wichtige Aufgabe. So sorgen beispielsweise Regenwürmer, Ameisen, aber auch Schnecken dafür, dass neue Erde entsteht. Sie nehmen biologische Abfälle verschiedenster Art zu sich, verwerten diese und schaffen damit neue Erde. Weiterhin können all diese Tiere Ihre Pflanzen schützen. Sie verhindern, dass sich hier Schädlinge ansiedeln. Auch Mäuse sollten Sie im Garten nicht unbedingt als Schädling wahrnehmen. Sicherlich sind sie gerade hierzulande ungern gesehene Gesellen, doch sie leisten einen wichtigen Beitrag zu einem gesunden und ausgewogenen Ökosystem. Immerhin nehmen Mäuse Insekten als Nahrung zu sich und sorgen somit dafür, dass diese keine Überhand nehmen.

Laubsauger arbeiten mit Geschwindigkeiten von bis zu 220 km/h. Bei diesen Geschwindigkeiten hat kaum ein Tier eine Überlebenschance. Doch damit nicht genug: Werden Laub und Äste konsequent aufgesaugt, verliert Ihr Boden an Qualität. Humus- und Nährstoffbildung werden stark beeinträchtigt. Das macht sich später auch bei Erträgen aus dem Garten bemerkbar. Fehlen dem Boden Nährstoffe, können Obst und Gemüse nicht mehr so gut reifen und tragen. Für den Boden bilden Laub und kleine Äste eine wichtige Deckschicht. Diese Deckschicht ist während des Winters unverzichtbar. Sie verhindert, dass extreme Kälte dem Boden schaden kann, sorgt aber auch dafür, dass er nicht austrocknet und reißt.

Hinweis: Geraten die Tiere erst einmal in den Laubsauger, werden Sie entweder durch den enormen Luftstrom getötet oder Sie werden bei den Modellen mit Saughäcksler zerkleinert und sterben qualvoll.

Wie sollten Sie am besten vorgehen?

TIPP: Sicherlich ist ein aufgeräumter Garten schön und der Freund eines jeden Gärtners, doch geben Sie der Natur die Möglichkeit, Natur zu sein.

Wenn sich im Herbst der Laubteppich auf Ihrem Rasen verteilt, sollten Sie vor allem eins: Atmen Sie zunächst tief durch und bleiben Sie ruhig. Sie müssen nicht jedem Blatt den Kampf ansagen. Schauen Sie stattdessen genau hin und verzichten Sie vielleicht auch auf den Einsatz eines Laubsaugers. Rechen und Harke sind für die Tiere nicht ansatzweise so belastend und gefährlich wie ein Laubsauger. Unter Büschen und Sträuchern sollten Sie das Laub außerdem liegen lassen.  So schaffen Sie für Kleintiere und Insekten einen Zufluchtsort und entlasten den Boden.

Möchten Sie nicht ganz auf den Laubsauger verzichten, sollten Sie den einen oder anderen Tipp beherzigen, um das Risiko für die Tiere zu minimieren:

  1. Saugen Sie am besten, wenn es trocken ist.
  2. Warten Sie einige sonnige und milde Herbsttage ab, bevor Sie zum Laubsauger greifen. Die meisten Tiere machen sich dann noch einmal auf den Weg in den Garten, sodass die Laubhaufen nicht besiedelt werden.
  3. Saugen Sie niemals bei Regen. Hier entdecken viele Kleintiere den Laubhaufen als schützenden Lebensraum.
  4. Entscheiden Sie sich bevorzugt für einen Laubsauger mit geringer Saugleistung. Die meisten Laubsauger bieten eine hohe Saugleistung. Geräte mit weniger Leistung gehen sanfter mit den Tieren um.
  5. Verzichten Sie auf einen Laubsauger mit Häcksler. Zwar verspricht er für Sie maximalen Komfort, doch für die Kleintiere bedeutet er den sicheren Tod.

Laubsauger mit Häcksler: Sollten Sie vielleicht besser auf den Kauf verzichten?

Laubsauger sind für einen Gärtner eine große Hilfe, für die Umwelt aber schädlich. Grundsätzlich fühlen sich nämlich nicht nur Menschen von dem Lärm belästigt, sondern auch Tiere. Laubsauger entwickeln während des Betriebs eine Lautstärke von weit über 80 Dezibel. Haben Tiere die Möglichkeit, ergreifen sie die Flucht. Dabei stehen sie aber auch neuen Risiken gegenüber. Ganz auf einen Laubsauger verzichten, müssen Sie nicht unbedingt, zumindest wenn Sie unsere Tipps beherzigen. Sie sollten sich aber immer wieder vor Augen führen, dass die Tiere bei einem solchen Gartengerät meist keine Chance haben. Jeder Garten stellt ein empfindliches Ökosystem dar, indem Tiere und Pflanzen gleichermaßen aufeinander angewiesen sind. Möchten Sie sich lange an einem schönen und vielfältigen Garten erfreuen, ist es grundsätzlich ratsam, dass Sie alles daran setzen, dieses Ökosystem auch zu erhalten.

Vor- und Nachteile eines Laubsaugers

Wir zeigen Ihnen abschließend noch einmal, welche Vor- und Nachteile die Laubsauger haben:

  • saugt Laub zuverlässig und schnell auf
  • sorgt für Zeit- und Arbeitsersparnis
  • einfache Anwendung
  • hilfreich in großen Gärten
  • relativ robust
  • entfernt meist auch kleinere Äste
  • tötet Kleintiere und Insekten
  • belastet die Umwelt durch Lärm und Abgase
  • stört das Ökogleichgewicht im Garten
  • zerstört wichtige Lebensräume

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